Startseite » Damen » Känguru-Aufholjagd wird nicht belohnt
Känguru-Aufholjagd wird nicht belohnt

Känguru-Aufholjagd wird nicht belohnt

Auch in Stuttgart ist den Fighting Kangaroos der erste Saisonsieg verwehrt geblieben. Dabei waren sie nach einem völlig missratenen ersten Satz dem MTV Allianz Stuttgart II ebenbürtig, phasenweise sogar überlegen. Am Ende gewann nicht das bessere, sondern das glücklichere von zwei gleichstarken Teams mit 3:1 (25:13, 19:25, 25:23, 27:25).

Schon bei der ersten technischen Auszeit lagen die Kangaroos mit 2:8 zurück – die Hälfte der Stuttgarter Punkte hatten sie mit zwei verschlagenen Aufschlägen und zwei den Gastgebern geschenkten Aufschlag-Assen selbst erzielt. Davon erholten sie sich nicht mehr, nach 20 Minuten war der Satz mit 13:25 erledigt.

Hendrik Richter hatte wahrscheinlich in der Satzpause die richtigen Worte gefunden, denn im zweiten Satz spielten seine Schützlinge weitaus erfolgreicher. Zunächst liefen die Chemnitzerinnen erneut einem deutlichen Rückstand hinterher, doch nach dem 3:7 kamen sie in Fahrt, glichen zum 7:7 aus und eroberten beim 15:13 erstmals eine Führung von mehr als einem Punkt. Jetzt waren sie im Spiel angekommen. Aufschläge von Mandy Sohr setzten den Gegner unter Druck, nun stand der Block immer wieder richtig, die Angriffe von Luise Brandt und Tina Lange sorgten für Punkte und Anne Herklotz fand im zweiten Anlauf die Lücke zum nun souverän herausgespielten 25:19.

Der dritte Spielabschnitt war ein Schlagabtausch mit stetig wechselnder Führung. Hatten die unsicheren Schiedsrichter zuvor schon mit drei Aus-Entscheidungen zu Ungunsten der Kangaroos falsch gelegen, nahm der nächste Fehler Einfluss auf den Spielablauf – ein Kangaroo-Angriff wurde erfolgreich geblockt, die Chemnitzerinnen spielten weiter, doch der Schiedsrichter entschied auf vierte Ballberührung und Punkt zum 21:23 für Stuttgart. Zwar gelang noch einmal der 23:23-Ausgleich, doch mit einem glücklichen Punkt verwandelten die Gastgeber den ersten Satzball.

Es folgte eine Achterbahnfahrt der Gefühle für die Kangaroos. Nach ausgeglichenem Beginn zog Stuttgart auf 10:16 davon, nachdem der Gäste-Block nicht mehr den Biss zeigte wie vor allem zum Ende des zweiten Satzes. Zudem wurde ein erfolgreicher Chemnitzer Block, der deutlich im Feld gelandet war, von den Schiedsrichtern nicht anerkannt, die zum dritten Mal in der Partie auf Wiederholung des Spielzugs entschieden – was Seltenheitswert hat in der zweiten Bundesliga. Nun waren es mehrere Aufschläge von Luise Brandt, die Chemnitz wieder ins Spiel brachten. Nach der Aufholjagd war beim 22:20 der Tiebreak in Sichtweite. Doch Stuttgart wehrte kurz darauf beim 24:23 den Satzball ab, erkämpfte sich beim 24:25 den ersten Matchball. Den wehrten die Kangaroos noch ab, beim zweiten Matchball hatten die Gastgeber das Glück jedoch auf ihrer Seite und machten den Punkt zum 25:27.

Außer Spesen nichts gewesen

Mit dieser erneuten Niederlage bleiben die Bundesliga-Volleyballerinnen des CPSV auch im sechsten Punktspiel der laufenden Saison ohne Sieg und rangieren weiter am Tabellenende. Wieder ist es den Chemnitzerinnen nicht gelungen, gegen ein Team der unteren Tabellenhälfte als Sieger den Platz zu verlassen. Die erneute Niederlage muss es auch dem letzten Optimisten klar werden, dass schnellstens das Ruder herumgerissen werden muss, um nicht am Saisonende zu den großen Verlierern zu zählen.

Schon am kommenden Wochenende steigt beim TV Villingen wieder ein sogenanntes Vier-Punkte-Spiel. Nach fünf Spielen hat der kommende Gegner nur zwei Punkte auf der Habenseite. Es ist bereits das fünfte Auswärtsspiel in dieser Saison für die Kängurus. Bis sie jedoch endlich wieder vor heimischen Publikum aufspielen dürfen, sieht der Spielplan vor, dass das Team von Hendrik Richter noch ein weiteres Auswärtsspiel bestreiten muss. Dann geht es für Brandt und Co. nach Dresden zum VC Olympia – die sechste Partie in der Ferne bei acht Spieltagen.

Für Chemnitz spielten: Kristina Ritt, Tina Lange, Marika Asztalos, Anne Herklotz, Mandy Sohr, Luise Brandt, Alina Styra, Isabell Krahl, Silke Dunger

Spielinformationen:
2. Volleyball Bundesliga-Süd Damen 2011/2012
7. Spieltag, Allianz MTV Stuttgart II – Fighting Kangaroos Chemnitz
3:1 (25:13, 19:25, 25:23, 27:25) / 108 Spielminuten / 70 Zuschauer

Gunter Oley (Augsburg) / Stefan Baldauf (CPSV)

Download PDF

Über SaSH

SaSH heißt eigentlich Sascha Georgi und ist seit 2010 Pressesprecher der Volleyball-Bundesligamannschaft des Chemnitzer PSV, ehemals Fighting Kangaroos Chemnitz. Er wurde am 10. Oktober 1980 in Karl-Marx-Stadt geboren. Sascha war neben seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Pressesprecher auch zwei Jahre als Co-Trainer der Fighting Kangaroos beschäftigt.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

*

Bist Du ein Mensch? * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.