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Mit System zum Sieg gegen Zschopau

Mit System zum Sieg gegen Zschopau

Die Nachrichten vor dem Spiel klangen nicht gut: Zuspielerin eins Josephine Brandt von der Knieverletzung aus der ersten Halbserie noch immer gezeichnet, Zuspielerin zwei Lisa Bosinski nach Krankheit noch nicht wieder genesen. Auch Ilona, unsere Chefin vom Catering, fiel aus, hatte einen unaufschiebbaren privaten Termin. Improvisieren hieß die Devise.

Im Falle der Zuspielerin bedeutete dies, dass Josi ein weiteres Mal eisern auf die Zähne biss und im Chemnitzer Spiel den gewohnten Dreh- und Angelpunkt gab. Dies alles sehr zur Freude der 290 Zuschauer – Saisonrekord. Im Falle der Buffets waren Eltern der U12 bis U14 zur Stelle, um den U18-/U20-(Eltern)-Routiniers Antje und Ria hinterm Tresen beizustehen, auch wenn die Frage: „Wie viele Brötchen brauchen wir eigentlich und wer bringt sie mit?!“, vor dem Spiel in sämtlichen Kommunikationsnetzwerken heiß diskutiert wurde.

Beide Teams kamen vom Stirn(schweiß)band bis zu den Sohlen aus den von Heimspielkoordinatorin Katrin vorbereiteten Garderoben. Die Zschopauer Fans waren zu mindestens drei Dutzend in weiß-orangefarbener Trainingskleidung vertreten. Ebenso hatten sich andere Chemnitzer Teams, so vom SSV, dem SV Harthau, dem SV Textima und dem TuS Ebersdorf in der Halle eingefunden. Trotz aller Regionalrivalität atmete die Halle an der Forststraße den Geist einer ausgesprochenen Kameradschaft und Begeisterung für den Volleyballsport. Den Auftakt der Veranstaltung gestaltete die Showtanzgruppe des Tanzensembles Chemnitz mit heißen Moves zu heißen Rhythmen im (nicht mehr ganz so) kalten Winter.

Zum sportlichen Geschehen: wie zuletzt immer begannen unsere Volleys mit druckvollem Aufschlagspiel. Zum Punktgaranten in Satz 1 avancierte die „schnelle Mitte“ (Melanie Kees, Anne Jüttner) samt beigestelltem Block (Monique Sohr), an denen sich Zschopaus Abwehr und Außenangriff so manches Mal die Zähne ausbiss. In Satz 2 entwischte der CPSV mit einer Aufschlagserie (2x Ass) von Yvonne Barth auf 8:1. Diesen Vorsprung brachten unsere Volleys souverän ins Ziel. Satz 3 begann, wie der zweite, mit einer Aufschlagserie zum 8:0. Josi Brandt schlug achtmal (2x Ass, 3x Halb-Ass). Nun hatten die Erzgebirgerinnen ihre beste Phase. Lange Ballwechsel, spektakuläre Feldabwehr (Daniela Espig), Netzroller – sehr zur Freude des Publikums – bestimmten die Dramaturgie auf beiden Seiten. Mit Einsatz pur kämpfte sich Zschopau um die durchaus überragende Trainerin und Kapitänin Sylvia Hausotte-Haase auf 10:14 heran, ehe Anna-Maria Nitsche und Yvonne Barth viermal den Zschopauer Riegel durchbrachen und den CPSV auf die Siegerstraße einlenkten. Mit einem Zschopauer Ausball war das Finish geschafft.

CPSV-Trainerin Doro spendete in ihrer Analyse nach dem Spiel sogar ein Quäntchen Lob für ihr Team: „Ich habe gesehen: der Wille war da, es gab System im Spiel, die Mädels brannten füreinander.“ Das tat gut.

Nun ist erst einmal für drei Wochen Zeit zum spielfreien Training. Die nächste Begegnung ist für Samstag, den 20.02.2016 in der Suhler Wolfsgrube gegen den dort hausenden VfB 91 II angesetzt.

Tränen flossen auch noch: Mittelblockerin  Anne Herklotz wird Ende Februar ihrem Freund Sebastian in die USA folgen, nach New York, geplant sind zwei Jahre. Sie bekam für ihre fünf Jahre in der CPSV-Ersten ein Präsent. Anne zögerte erst, ein Wort zu sagen, nahm dann aber doch von Hallensprecher Felix das Mikrofon, bedankte sich bewegt beim Publikum für die einzigartige Stimmung und wünschte sich eindringlich, dass es auch weiterhin hinter dieser CPSV-Mannschaft stehe.

Der CPSV spielte mit: Josephine Brandt, Melanie Kees, Yvonne Barth, Monique Sohr, Anne Jüttner, Anna-Maria Nitsche, Daniela Espig, Monique Furchner, Anne Schmidt, Anne Herklotz, Lotte Beier.

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Über Thomas Arany

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