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Der 110-Minuten-Krimi

Der 110-Minuten-Krimi

Nach zwei Wochen Verschnaufpause stand am vergangenen Wochenende wieder ein Spieltag für die Herren des CPSV an. Diesmal konnte man sich mit einer recht kurzen Anreise nach Chemnitz-Röhrsdorf begnügen. Hier mussten wir nun etwas Gas geben und ein paar Punkte nach Hause holen, denn die sehr durchwachsene Saison wollten wir nur ungern im Tabellenkeller beenden.

Wir kamen gleich zur Sache und mussten im ersten Spiel gegen Röhrsdorf antreten. Zu Beginn konnten wir, im Gegensatz zu den vergangenen Spielen, recht unerwartet in Führung gehen und einen soliden Vorsprung von zwischenzeitlich bis zu sechs Punkten aufbauen. Gegen Ende des Satzes schlichen sich jedoch wieder zu viele Fehler ein, was den Gegnern ermöglichte heranzukommen und die Führung zu übernehmen. Leicht geschockt mussten wir zusehen, wie die Röhrsdorfer uns einen fast sicheren Satzgewinn vor der Nase wegnahmen. (22:25)

Wieder etwas orientierungslos starteten wir in den zweiten Satz. Jedoch war das Spiel der Heimmannschaft keineswegs besser. Man schenkte sich Punkte hin und her, wobei die Röhrsdorfer leicht die Nase vorne behielten. In der Mitte des Satzes konnten wir jedoch durch eine gute Aufschlagserie wichtige Punkte gut machen und eine kleine aber ausreichende Führung erarbeiten. Diesmal konnte uns diese Führung nicht mehr streitig gemacht werden und wir konnten wieder einmal einen Satzgewinn mit 25:21 feiern.

Die über den gesamten Spieltag wacklige Mannschaft aus Röhrsdorf erwischte wieder den etwas besseren Start in den dritten Satz. Jedoch war auch hier deren Freude nur von kurzer Dauer, denn die an diesem Tag solide Annahme- und Abwehrarbeit auf Seiten der Chemnitzer war die Grundlage für eine gute Serie an Punkten. Wieder mit der Führung in eigener Hand spielte es sich wesentlich leichter und die Freude dabei war uns deutlich anzusehen. Alles in allem konnte man den Satz recht zügig mit 25:19 für sich entscheiden.

Nun fehlte nur noch ein Satz um drei Punkte einzufahren und Boden im „Abstiegskampf“ gut zu machen. Doch leichter gesagt als getan, denn gerade jetzt zeigten sich wieder Fehler und Lücken im Spiel des CPSV. Es schien die gute Laune und auch die gute Leistung von eben wie verpufft. Nahezu jeder stand neben sich und Fehler häuften sich ins Unermessliche. Ein desolates Auftreten sorgte für Ratlosigkeit in der Mannschaft. Auch die heftigen Ansprachen des Trainergespanns Schumann und Schumann brachte uns nicht auf die rechte Bahn zurück. So musste man den Satz mit einem Neun-Punkte-Rückstand (16:25) an die Hausherren abgeben.

Es folgte also der vierte Tie-Break der Saison. Niemand wollte den Hausherren den Sieg und die zwei Punkte gönnen, dafür war deren Leistung durchweg zu schlecht. Durch diese Motivation getrieben und den Hunger auf einen Sieg zeigte nun die gesamte Mannschaft noch einmal was in ihr steckte. Es hieß: gleich von Anfang Druck machen und die Angriffsversuche der Gegner im Keim zu ersticken. Fast wie von selbst zog sich das Spiel auf und je höher unser Punktestand stieg, desto mehr sah man die Hoffnung in den Gesichtern der Röhrsdorfer schwinden. Diesmal war sich der CPSV sicher und konnte die Führung bis auf acht Punkte zum Satz- und Spielgewinn ausbauen.

Die Erleichterung und Freude konnte man den Spielern deutlich ansehen, denn gerade wenn man gewinnt macht Volleyball doch mehr Spaß. Man konnte sich an diesem Spieltag im Endeffekt zwei mühsame Punkte sichern, welche den 6. Tabellenplatz festigen und somit die Abstiegsplätze auf Abstand halten sollen. Doch ob dies wirklich gelingt steht noch in den Sternen, denn erst die Spieltage am 09.04. und am 16.04. werden ein deutlicheres Bild über den Tabellenstand liefern.

Text: André Burek

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