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U13: Platz fünf bei Sachsenmeisterschaften in Lichtenstein

U13: Platz fünf bei Sachsenmeisterschaften in Lichtenstein

Es war knapp, richtig knapp, aber die anderen waren eben einen Deut besser. Mit Platz fünf im Gepäck kehrten unsere U13-Mädels von der Sachsenmeisterschaft in Lichtenstein zurück, das heißt ohne die insgeheim erhoffte (und nicht in der Fabelwelt angesiedelte) Medaille, dafür mit jeder Menge Tränen nach bitteren Niederlagen, und einer erhellten, versöhnlichen Miene nach dem erfolgreich bestrittenen Spiel um Platz fünf. Doch der Reihe nach.

Trainerin Anne, nach Knieverletzung noch mit Gehhilfen unterwegs, hatte sich Anna-Maria als Co-Trainerin mitgebracht und sie begleiteten als Zweigespann unser Team durchs Turnier. Eltern, Großeltern, dabei auch der Sektionsleiter, die Volleys-Heimspielkoordinatorin und die Talentstützpunktleiterin, und auch unser Webmaster hatten sich in der Turnhalle des Professor-Max-Schneider-Gymnasiums Lichtenstein eingefunden, um dem Aufeinandertreffen der besten acht Mannschaften dieser Altersklasse Sachsens beizuwohnen.

Das Turnier begann spielfrei, wir hatten das Kampfgericht zu stellen, was dem Verfasser dieser Zeilen die erkennungsdienstliche Aufgabe einbrachte, als ungelerntem Protokollführer einen drohenden Wechselfehler des späteren Turniersiegers Dresdner SC 1898 erkennen zu müssen, der eine Verwarnung der „unter Beobachtung stehenden“ DSC-Trainerin wegen Spielverzögerung heraufbeschwor. Aber alles konnte im Guten gelöst werden.

1. Vorrundenspiel: Dresdner SSV – CPSV 1:2 (18:25, 25:23, 8:15)

Unsere Mädels starteten gegen den Außenseiter passabel und erarbeiteten sich mit Legern in die Ecken einen Zwei-Punkte-Vorsprung. Mit gelungenen Blöcken unseres Future-Team-Mitglieds Feli und reihenweise erfolgreich gezündeten Aufschlägen war schnell eine 19:10-Führung herausgearbeitet, ehe ein paar Angriffsschläge hinter der Linie landeten und die Dresdnerinnen auf sechs Punkte aufschließen ließen. Trotzdem ging der Satz an uns.

In Satz zwei griff der DSSV dann zu „unseren Mitteln“ wie Angriffen von Position zwei, was unseren Stamm-Dreier irritierte. So ging es hin und her mit maximal drei Punkten Differenz, ehe die fehlerärmere Schlussphase den Satzgewinn an Dresden gehen ließ. Im Tie-Break konnten sich Feli, Luise und Charlotte dann schnell punktemäßig vom Gegner lösen. Gelungene Feldabwehrparaden in den langen Ballwechseln wie auch Fehler auf Dresdner Seite ergaben am Ende den Jubel. Summa summarum: ein Spiel mit kalkuliertem Risiko gegen einen dankbaren Gegner, der daraus kein Kapital schlagen konnte. Alles schien im grünen Bereich.

2. Vorrundenspiel: TSG KW Boxberg-Weißwasser – CPSV 2:1 (18:25, 25:15, 15:10)

Die Begegnung gegen den späteren Finalisten wird wohl als Match des Auges in die Geschichtsbücher eingehen. Unsere Mädels blieben forsch bei der Sache und legten vor allem mit gutem Auge beim Angriff einen Sechs-Punkte-Vorsprung (12:6) vor, ehe die wieselflinken Weißwasseranerinnen aufwachten und Paroli boten, unser CPSV-Team den Vorsprung aber ins Ziel brachte.

Dann im zweiten Satz ein experimentelles Abtasten in alle vier Staub-Ecken (diagonal kurz, lang, long-line) des Feldes, bis zum 12:12, ehe nach zwei Annahme- und vier Angriffsfehlern unseres Teams die Ostsächsinnen auf 19:14 davongezogen waren. Der Satz war gelaufen, Feli bekam eine Pause und Lena herein. Im Tie-Break dann gleich zu Beginn zwei Aufschlagfehler, erneut war das bessere Auge auf Weißwasseraner Seite, so dass bei 4:8 gewechselt wurde. Seelenruhige und nervenstarke Feldabwehrarbeit brachte uns dann wieder auf 10:11 heran, doch vier eigene Fehler in der Offensive gaben dem Spiel die entscheidende Wendung gegen uns und machen alle guten Phasen zunichte. Schade!

3. Vorrundenspiel: CPSV – Lok Engelsdorf 0:2 (24:26, 23:25)

Die Enttäuschung war groß, dennoch gab es noch die Chance, mit einem Sieg in das Halbfinale vorzustoßen. So begann das 3. Spiel der Vorrunde mit guten Phasen, die dann aber immer wieder von Abschnitten mit schwindendem Zutrauen in die eigenen Kräfte abgelöst wurden, in denen die Bälle einfach so hoch hinüberflogen. Beim Stand von 18:18 fing Engelsdorf dann zu schmettern an, dieses Feuer konnten unsere Mädels zunächst gut löschen und sich mit einem Ass sogar einen Satzball erarbeiten. Zwei eigene Fehler besorgten dann aber den Satzgewinn für die Rand-Leipzigerinnen.

Im zweiten Satz beteiligten sich unsere Mädels endlich wieder munter am Spiel „Wer angreift, macht Punkte“, allerdings wurde es ein Auf und Ab, immer wieder standen diesmal auf CPSV-Seite Annahmefehler im Protokoll. Zur Konstante dieses Satzes wurde die Inkonstanz auf beiden Seiten. Am Ende rettete sich Engelsdorf mit der Handbreit eines Blocks erfolgreich ins Ziel. Schade für uns.

Natürlich flossen nach dem dritten Vorrundenspiel nicht wenige Tränen. Gerade weil im Nachgang so viel möglich schien, inklusive dem Gruppensieg, schmeckte das Ausscheiden so bitter. In den Halbfinals mit uns an Schreibertafel und Anzeige (statt auf und am Feld) besiegte Weißwasser die L.E. Volleys knapp mit 2:1, der Dresdner SC setzte sich gegen Engelsdorf klar mit 2:0 durch. Doch im Spiel um Platz fünf wartete ein besonderer Leckerbissen auf uns: die Hausherren, unser Bezirksmeister, der SSV Lichtenstein.

Platzierungsspiel: SSV Lichtenstein – CPSV 0:2 (21:25, 15:25).

Die Neuauflage des de-facto-Finales der Bezirksmeisterschaften sollte nach den verpassten Gelegenheiten ein halbwegs versöhnlicher Abschied werden. Dank einer wieder entdeckten und erstarkten Offensive gelang es Feli, Luise und Charlotte einen Vier-Punkte-Vorsprung herauszuarbeiten, den Anna-Lena, Nele-Denise, Anni und Emma auf Lichtensteiner Seite zwar einmal egalisieren, aber nicht mehr zu ihren Gunsten drehen konnten. Im zweiten Satz sprang dann dank mehrerer Asse und erfolgreich vorgetragener Angriffe gar eine 9:2- und 15:8-Führung heraus, woraufhin Lynn und Lena aufs Feld durften und den Satz sicher nach Hause brachten.

Parallel besiegte der Dresdner SC die tapfer kämpfenden und immer noch tau-frisch-flink wirkenden Lausitzerinnen im Finale. Die Bronzemedaille sicherte sich im Innerleipziger Duell Lok Engelsdorf gegen die LE(L.E.) Volleys.

Im Fazit sei die These aufgeworfen, dass in der Tat nicht viel gefehlt hat, dieses Jahr wirklich zur derzeitigen Spitze Sachsens in der Altersklasse dazuzugehören. Aber wir haben gelernt, dass es darauf ankommt, in den entscheidenden Momenten das Potential, das in uns steckt, nicht in der Tasche zu lassen und die Konzentrationsphasen von 80 auf 95 Prozent der Spielzeit anzuheben, nötig ist. Das schreibt sich leicht, noch dazu von einem, der weder auf dem Feld noch an ihm steht. Doch auch wir Eltern und Fans haben ja diesmal gesehen, dass wir in signalblauen Shirts beim Anfeuern mit den anderen Teams mithalten können, vielleicht heben auch wir das nächste Mal diese Phasen von 80 auf 95 Prozent an.

Der CPSV dankt dem SSV Lichtenstein für die Ausrichtung des Turniers, für das schmackhafte Buffet und den herzlichen Empfang trotz des steten unerbittlichen sportlichen Wettbewerbs um den Platz an der Sonne in Südwestsachsens Jugend-Volleyball.

Für den CPSV traten an: Luise B., Felicitas W., Charlotte P, Lena D. und Lynn E.

Text: Thomas Blaudeck

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