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Vogtlandpokalwochenende am 4. und 5. Juni 2016

Vogtlandpokalwochenende am 4. und 5. Juni 2016

„Ein Wochenende, das alle nicht so schnell vergessen werden“

Am Samstagmorgen um 7 Uhr früh machte sich eine ganze CPSV-Schar auf ins wunderschöne Vogtland, um an den Vogtlandpokal-Turnieren in den Altersklassen U12, U13 und U14 teilzunehmen.

Mit achtzehn Kindern und vier (inzwischen alle volljährig) Trainern, Teilen der Sektionsleitung, zahlreichen Eltern als Fahrer und Unterstützung, sowie jeder Menge Optimismus und Vorfreude auf ein tolles Wochenende, ging es nach Oelsnitz, die Heimatstadt des gesamten männlichen Anteils von 4,5% aller Mannschaftsmitglieder. Hier in der Sperkenstadt spielten wir mit zwei Mannschaften in jedem Turnier. Schade, dass eine Spielerin sofort aus gesundheitlichen Gründen die Heimreise antreten musste, trotzdem waren wir pünktlich gegen 8 Uhr vor Ort, wo das Turnierwochenende ab 9 Uhr mit der U12 startete.

Hier waren leider nur acht Teams aus drei Vereinen der ursprünglich zehn gemeldeten Teams am Start, was ein Turnier in zunächst zwei Vierergruppen ergab. Unsere junge und unerfahrene zweite Mannschaft mit Julia, Yasmin und Gina gewann gleich ihr erstes Spiel gegen den VSV Oelsnitz III mit 39:15 (in den auf Zeit angesetzten Vorrundenpartien wurde 1 Satz je 15 Minuten gespielt), verlor aber gegen Oelsnitz I knapp mit 27:29 und auch gegen den VfB Schöneck II mit 22:32. Es stand am Ende der dritte Platz in der Gruppe und nach einer knappen Tie-Break-Niederlage im Platzierungsspiel der sechste Rang zu Buche – ein tolles Turnier.

Unsere stark besetzte erste Mannschaft mit der 3L-Power (Luise, Lynn und Leony) gewann gegen den VSV Oelsnitz IV (42:15), VfB Schöneck I (25:20) und den VSV Oelsnitz II (35:17) und zog als klarer Favorit ins Halbfinale ein. Hier warteten die Oelsnitzer Jungs vom VSV I, mit denen wir in beiden Sätzen kurzen Prozess machten (insgesamt nur neun Punkte für den Gastgeber).
Auch das Finale gegen den VfB Schöneck I war am Ende eine klare Angelegenheit mit 25:9 und 25:10. Neben dem bestens eingespielten Duo Lynn und Luise bekam Leony ihre Chance in allen Sätzen des Turniers. Wir sind VOGTLANDPOKALSIEGER U12 und entführen damit nach zwei Jahren wieder eine Trophäe aus dem Vogtland in die Stadt mit dem Riesenkopf. Zwar fehlte aus Plauen und Reichenbach namhafte männliche Konkurrenz kurzfristig, es wird aber bezweifelt, ob unser 3L-Power-Trio an diesem Tage aufzuhalten gewesen wäre. Zur Einlösung der Abmachung des Trainers bei einem Pokalgewinn später mehr!

Sechs Spielerinnen der U12 waren am Vormittag in der Halle aktiv. Alle U13- und U14-Spielerinnen wurden hingegen zunächst bei einem Stadtbummel unterhalten. Bei einem Ausflug zum Schloss Voigtsberg, was über 800 Jahre alt ist (da kommen wir auch in der Summe des Alters aller Spieler und Trainer lange nicht ran), veranstalteten wir ein schönes Foto-Shooting und hatten dabei viel Spaß. Auf dem Rückweg durch die Stadt wurde an einer Eisdiele halt gemacht. Die Sorte „weiße Schokolade“ hatte es einigen dabei besonders angetan. Frisch und fröhlich vom Ausflug sahen die Spielerinnen noch die Finalspiele der U12-Teams, brachten viel Stimmung mit und trugen so auch zu sehr guten Leistungen ihrer jüngeren Teamkolleginnen bei.

Ab 14 Uhr traten wir wiederum mit zwei Teams in der Altersklasse U14 an.
Das Team U14 I bestand nur aus „wirklichen“ U14-Spielerinnen: hier hatten wir mit Charlotte, Celina, Antonia, Kiara, Luca und Johanna (allererstes Turnier) sechs Mädels dabei, während in der U14 II nur U13-Spielerinnen aufliefen, also die Future-U14 aus Feli, Luise, Charlotte P., Lena D., Lena T. und Frederike! Auch hier war es für zwei Mädels das allererste Turnier zum Schnuppern für das U13-Turnier am nächsten Tag.
Unsere U12-Küken waren unterdessen ebenfalls auf einem Stadtbummel unterwegs, bis auf Luise, die als Einzige am Samstag zu keinem Eis kam, aber der wir eins versprochen haben.

Sieben Teams bei diesem stark besetzten Turnier ergaben eine Dreier- und Vierergruppe.
Die U14 I hatte ein leichtes Los zunächst, denn im ersten Spiel gegen die Mädels vom FSV Reichenbach gab es wahrlich nichts zu verlieren. Wieder im Zeitspielmodus gingen wir in 2x 12 Minuten mit 18:42 Punkten baden. Nun war das Spiel kein schlechtes, die Mädchen haben über weite Strecken gut gespielt, besonders in Annahme und Block sogar überzeugt, aber gegen die Teilnehmer der Deutschen Meisterschaft aus Reichenbach war kein Kraut gewachsen.
Gegen die Mädels vom VSV Oelsnitz spielten wir ein schwaches Spiel – trennten uns 1:1 (14:18 im ersten Satz, dann 19:14 und großem Zittern nach 19:10-Führung im zweiten). Wir wurden mit ganzen ZWEI Ballpunkten mehr als Oelsnitz, weil die gegen Reichenbach auch mit -25 Punkten verloren, Zweiter in der Gruppe und zogen ins Halbfinale ein.

Unsere zweite Vertretung hatte mit drei männlichen Gegnern in der Vorrunde wenig Losglück, schlug sich zwar tapfer verlor gegen VSV Eintracht Reichenbach I (23:50), die Spielgemeinschaft Oelsnitz/Jößnitz (33:35) und Reichenbach II (32:39) alle Spiele. Alle Spielerinnen sammelten wichtige Turniererfahrung, leider verlor man auch das letzte Platzierungsspiel gegen die Mädels vom VSV Oelsnitz mit 1:2-Sätzen, blieb somit im Turnier ohne Sieg und wurde am Ende zwar enttäuschender 7., allerdings zeigten die Mädels guten Volleyball.

Unsere erste Mannschaft traf im Halbfinale auf die Jungs vom VSV Reichenbach I, verlor hier zwar mit 0:2 (12:25, 19:25), steigerte sich aber gegenüber der schwachen Vorrunde. Im Spiel um Platz 3 traf man auf die zweite der Reichenbacher Jungs. Auch hier waren die Jungs einfach ein bisschen konstanter und cleverer und wir verloren 0:2 mit 18:25 und 21:25. Hier ging mehr, denn unsere Fehlerquote in den Satzfinals war zu hoch. Die Leistung insgesamt im Turnier war zu schwankend. Wir werden mit 1:8-Sätzen insgesamt Vierter der sieben Teams, das muss uns erstmal einer nachmachen.
Das Finale war ein Reichenbacher Stadtderby, die Mädels vom FSV zwangen die Jungs vom VSV Eintracht im Tiebreak in die Knie. Das müssen wir auch in Chemnitz anerkennen, dass beide Teams uns überlegen waren und uns keine Chance ließen. Nicht umsonst fahren beide Reichenbacher Vereine in der U14 zur Deutschen Meisterschaft – ein großes Kompliment und maximale Erfolge dafür.

Nach einem langen Turniertag für alle war das noch nicht das Ende, denn nun hieß es Umzug in die Jugendherberge in Taltitz an der Talsperre Pirk. Dort kamen wir recht spät, müde, hungrig und trotzdem gut gelaunt an. Danke an alle helfenden Hände, die es ermöglicht haben, dass die Mädels schnell einquartiert wurden und dass der gemeinsame Grillabend mit Blick aufs Meer reibungslos über die Bühne ging. Es wurde ein geselliger Abend mit viel Spaß, der einen erfahrungsreichen Tag ausklingen ließ.
Weiteres Highlight: gemeinsames Planschen in der Talsperre. Der Trainer, der sein Wort nicht brach („Bei einem Pokalerfolg springe ich im Traineroutfit ins Wasser!“) als Zugpferd und die ganze Gruppe konnte bald im kühlen Nass regenerieren. Wer hätte gedacht, dass das Wasser bei Tagesdurchschnittstemperaturen von 22 Grad diese Temperatur lange nicht erreicht, zudem nicht dem Hallenbadstandard hinsichtlich Sauberkeit entspricht und außerdem noch (O-TON!) nass ist! Alles in allem: eine gelungene und tolle Aktion!

Ausruhen und Kräftesammeln für einen weiteren harten Turniertag in der wirklich tollen Jugendherberge mit schöner Umgebung und mit guten Zimmern. Dass Großteile der Wände auf den Gängen in der gleichen frischen Farbe wie Vollinchens Halstuch bemalt sind, kann kein Zufall sein und sollte zusätzliche Energie aufladen.

Der Sonntag brachte zunächst ein deutlich verspätetes Frühstück, was uns bei der Abreise aus der Herberge und Anreise in der Halle zwar etwas in Hektik brachte, aber am Ende ohne Folgen blieb.
Während unsere zwei U13-Teams, eins davon Mitfavorit im Turnier, den Spieltag im Achterfeld begannen, nutzten wir mit der U14-Mannschaft die benachbarte Vogtlandsporthalle, eine sehr alte Halle mit großer Tradition, für eine lockere Trainingseinheit, um an technischen Dingen zu feilen, bevor es zum Halbfinale wieder in die Sporthalle Oelsnitz ging, hoffentlich mit CPSV-Beteiligung.

Unsere junge und unerfahrene zweite Mannschaft (Frederike, Lena T., Leony, Gina und Julia) wurde nach Niederlagen gegen die Jungs aus Reichenbach, sowie die Mädels vom VfB Schöneck und FSV Reichenbach schließlich in der Vorrunde (zwei Sätze bis 15 Punkte) nur Gruppenvierter, konnte sich aber im Spiel um Platz 7 gegen die Oelsnitzer Mannschaft mit 2:0 durchsetzen.

Unsere erste Mannschaft mit Luise, Feli, Charlotte P., Lena D., Lynn wurde in der Vorrunde nur gegen die Jungs vom VSV Göltzschtal geprüft, konnte sich aber am Ende souverän gegen diese, sowie den VSV Oelsnitz und den VVV Plauen durchsetzen, konnte sogar einen Satzgewinn ohne Punktverlust bejubeln, und zog letztlich ohne Satzverlust als Gruppensieger ins Halbfinale ein.
Hier wurde dem VfB Schöneck keine Chance gelassen, zwei deutliche Satzgewinne brachten uns ins Finale. Hier wartete nun der echte Prüfstein:
Die Jungs vom VSV Eintracht Reichenbach schnappten im Vorjahr in der U12 unseren Mädels verdient den Pokal vor der Nase weg. Am Vortag trafen beide Teams im Viererfeld aufeinander: Gewinner waren wieder einmal die Vogtländer. Es trafen nun zwei Sachsenmeisterschaftsteilnehmer aufeinander, Reichenbach bei den Jungen verpasste dort als Vierter die Medaille ebenso knapp wie wir als Fünfter. Ob hier nun Äpfel mit Birnen verglichen werden, muss ein Obstfachmann entscheiden, aber eins war klar: alle in Oelsnitz erwarteten ein spannendes und tolles Finale der zwei besten Teams.

Man spürte stets: die Mädels wollten den Pott, sie legten im ersten Durchgang los wie die Feuerwehr, spielten klug und aggressiv. Mit 25:14 war der erste Schritt gemacht. Dass aber die Vogtländer nicht kleinzukriegen sind, zeigten sie im zweiten Durchgang. Zunehmend verunsichert waren die CPSV-Mädels, wurden für minimale Unkonzentriertheiten durch immer besser werdende Jungs bestraft. Verdient ging der Satz mit 25:18 nach Reichenbach.
Als wäre das Wochenende nicht lang und hart genug gewesen, fand unser Wochenendausflug nach Oelsnitz mit dem Tiebreak im U13-Finale seinen ultimativen Höhepunkt. Was die Mädels hier spielerisch und moralisch aufs Spielfeld zauberten, verdient den allergrößten Respekt. Die zu hängen beginnenden Köpfe nach dem Satzausgleich wurden zügig wieder aufgerichtet. Angepeitscht von allen anderen CPSV-Mädels spielten sich Feli, Luise und Charlotte in einen Rausch, bekamen die Jungs in Angriff und Abwehr taktisch immer besser in den Griff. Vollinchen erreichte bei der zweiten Auszeit bei 2:7 aus Reichenbacher Sicht einen neuen Höhenrekord und war stolz ohne Ende auf das, was die Mädels, die sie das ganze Wochenende fast erknuddelten, da hinlegten – einen ganz starken Auftritt mit 15:6 im Tiebreak. Wir dürfen uns auch VOGTLANDPOKALSIEGER U13 nennen! Super, Mädels!

Zum zweiten Mal an diesem Wochenende durften wir uns bei der Siegerehrung die Hymne „We are the champions“ anhören und konnten nach den gezeigten Leistungen stolz darauf sein. Die alljährliche Frage, warum wir als nichtvogtländisches Team beim Vogtlandpokal mitspielen dürfen, sei mit „…weil wir eingeladen wurden!“ kurz beantwortet.

Die längere Antwortoption sei hier geschildert:
„Aus dem gleichen Grund, warum beim Lichtensteiner Jugendcup in der Vorwoche nicht nur Lichtensteiner Mannschaften mitgespielt haben, sondern Teams aus sogar vielen Bundesländern zum Einladungsturnier gereist sind. Es war nun unser viertes Mal, dass wir das Turnier in allen drei Altersklassen bestritten.“
Der vogtländische Volleyballnachwuchs leistet seit Jahren gute Arbeit und wir freuen uns jedes Jahr darauf, nach einer langen Saison dieses gute Turnier mitzuspielen. Eine Lektion des Vogtlandes wie in der U14 nehmen wir auch mit. Dass wir dieses Jahr gleich zwei Pokale abstauben und mit insgesamt achtzehn Kindern bis einschließlich U14 zum Turnierwochenende antreten konnten, ist allerdings etwas sehr besonderes und keinesfalls selbstverständlich für uns.

Es war ein langes und intensives Wochenende für die Kinder und alle Beteiligten. Wir haben die ganze Bandbreite des vogtländischen Wetters mitgenommen. Kurz vor Abreise hatte es noch in Strömen geregnet. Alles lief aber am Ende nach Plan und alle kamen erschöpft, aber glücklich nach einem erlebnisreichen Wochenende am Nachmittag wieder in Chemnitz an.

„Der Autor bedankt sich bei ALLEN! Es ist toll, wie alle über ein Wochenende an einem Strang gezogen haben, wie alle Problemchen gelöst wurden, wie wir als Mannschaft(en) über das Turnierwochenende aufgetreten sind. Es war ein ganz besonderes Wochenende, das mir noch ein ganzes Stück in Erinnerung bleiben wird. Ich hoffe, es war für die Kinder ebenso ein tolles Erlebnis wie für mich!“

(fs)

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Über Thomas Arany

Ein Kommentar

  1. Gotthard Paulig

    Ganz große Klasse was die Mädchen am Wochenende im schönen Vogtland angeboten haben. Erika und ich konnten uns davon am Sonntag beim Turnier der U13 überzeugen. Toll auch vom Trainerteam, die alle Mädchen an den 2 Tagen so hervorragend betreut haben und ihnen neben dem Wettkampf auch noch ein Training und einen hohen Spaßfaktor geboten haben

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