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U18: Mit Freud und Leid im Tie-Break auf Rang vier

U18: Mit Freud und Leid im Tie-Break auf Rang vier

Zur Bezirksmeisterschaft-Endrunde der U18 begaben sich elf CPSV-Junior-Volleys hoffnungsvoll auf den Weg in die Drachenhöhle nach Lichtenstein.

Nach der erfolgreich gestalteten Qualifikation 3 Wochen zuvor in Hartha, errungen von 6 Mädchen der U16 und einer überragenden Michelle H., schien ein Medaillenrang kein unverfrorenes Ziel. Bestärkt wurde dieser Anspruch durch die Tatsache, dass mit Thyra und Laura zwei etatmäßige U18-Spielerinnen nach langen Verletzungspausen wieder zur Verfügung standen.

SSV Lichtenstein – CPSV 2:0 (25:4; 25:12)

Für das erste Spiel bekamen wir den Favoriten erster Güte, Gastgeber und Titelverteidiger SSV Lichtenstein zugelost. Doch schon der erste Satz endete mit einer Demontage unserer Mannschaft – 25:4 für den Gastgeber. Beleg für diesen Blackout waren auch die Auszeiten beim Stand von 0:6 und 0:13. Nach dem Seitenwechsel konnten wir das Ergebnis auch infolge des Einsatzes von Nachwuchsspielerinnen beim Gegner etwas freundlicher gestalten. Das Satzergebnis von 12:25 zeigt aber die Chancenlosigkeit unserer Mädchen in diesem Spiel auf. Um das Halbfinale zu erreichen, musste jetzt das nächste Vorrundenspiel gewonnen werden.

CPSV – VSV Oelsnitz 2:1 (21:25; 25:22; 15:9)

Die Gegnerinnen kamen diesmal vom VSV Oelsnitz aus dem Vogtland. Mit leicht veränderter Startaufstellung, Laura stand nach erst einer Trainingseinheit nach langer Pause im Stammsechser, sollte doch ein stärkeres Auftreten möglich sein. Die Anfangsphase war aber noch von Unstimmigkeiten und Annahmefehlern gekennzeichnet. Erst nach der Auszeit beim 1:7 und später nach vier gelungenen Aufschlägen von Antonia konnte unsere Mannschaft Gleichwertigkeit erzielen. Der erstmalige Ausgleich beim 18:18 weckte Hoffnungen auf einen Satzgewinn, doch in der Endphase hatte Oelsnitz mit 25:21 die Nase vorn.

Im 2. Satz bekamen die Zuschauer jetzt packende Spielszenen zu sehen, und bis zum 8:8 konnte sich keine Mannschaft absetzen. Nach einem 3-Punkte-Vorsprung beim 20:17 konnte der VSV noch einmal den Ausgleich zum 21:21 erzielen, doch diesmal erreichten unsere Mädchen mit 25:22 zuerst die Ziellinie.

Der nachfolgende Tie-Break begann mit einer Demonstration von Thyras Aufschlagrepertoire, das zu einer 8:0-Führung unserer Mädchen beim Seitenwechsel führte. Danach ließ die Konzentration etwas nach, doch der Sieg mit 15:9 geriet nicht in Gefahr.

Plauen-Oberlosa – CPSV 2:0 (25:19; 25:20)

Das Halbfinale hatte auch die zweite vogtländische Mannschaft aus Plauen-Oberlosa erreicht. Dieser Gegner war unserer Mannschaft körperlich überlegen, doch jetzt hatte sich der Stammsechser gefunden und wollte dagegenhalten. Dies sollte den Mädchen auch bis in die Endphase sehr gut gelingen. Nach einem bis zum 17:17 sehr ausgeglichenen und ansehenswerten Spiel gelang den Vogtländerinnen erst in der Schlussphase der Satzgewinn zum 25:19.

Im Satz 2 kam unsere Mannschaft schlecht aus den Startlöchern und Trainerin Susanne musste beim 2:7 die erste Auszeit beantragen. Danach lief es besser, doch der 5-Punkte-Vorsprung der Vogtländerinnen hielt bis zum Schluss. Mit 25:20 war unser Kontrahent am Ende verdienter Sieger, doch wir hatten noch die Chance auf Bronze.

CPSV – SSV Chemnitz 1:2 (25:17; 19:25; 14:16)

Das Spiel um Platz 3 bescherte uns den Stadtrivalen SSV Chemnitz als Gegner. Dies sollte eigentlich eine lösbare Aufgabe für unsere Mannschaft sein. Der 1. Satz begann mit der allgemein erwarteten Dominanz des CPSV. Wie beim Tie-Break gegen Oelsnitz hatten unsere Gegner dem Aufschlagfestival von Thyra nichts entgegenzusetzen. Nach 8 erfolgreichen Versuchen und 3 weiteren durch die eingewechselte Kiara K. musste der SSV-Trainer beim Stand von 11:2 für den CPSV bereits seine 2. Auszeit nehmen. Danach, beim 16:7, brachte Trainerin Susanne Johanna für Laura auf das Spielfeld, doch der Satzgewinn fiel mit 25:17 trotzdem deutlich aus.

Der 2. Satz begann nicht ganz so dominant wie der erste, Kiara stand für Antonia an der Seite von Laura, und diese beiden mussten noch zueinanderfinden. Beim Stand von 9:6 für den CPSV kam Alina für Charlotte. Vorerst gingen diese Maßnahmen auf, denn beim 12:8 nahm der SSV seine 1. Auszeit. Danach sorgte eine gewisse Michelle K., bis zum Sommer noch beim CPSV in der Bezirksliga- und U18-Mannschaft, mit einer beeindruckenden Aufschlagserie dafür, dass ein Zusammenspiel unserer Junior-Volleys nicht mehr stattfand. Am Ende gewann der SSV diesen Satz gegen den demoralisierten CPSV mit 25:19.

Der Tie-Break brachte dann die Entscheidung. Angetreten mit der Startaufstellung wie in den guten Zwischenrunden, wurde es aber trotzdem sehr eng, denn der SSV hatte jetzt Blut geleckt. Mit 8:7 ging es in den letzten Seitenwechsel und beim Timeout des SSV beim Stand von 13:11 schien es noch mit der Medaille zu klappen. Der Schein war jedoch trügerisch, denn am Ende konnte der SSV das Stadtderby mit 16:14 für sich entscheiden und vor Freude über den Gewinn der Bronzemedaille tanzen.

Das Finale bestritten dann die bisher dominierenden Mannschaften aus Lichtenstein und Plauen-Oberlosa. Es war ein hochklassiges Spiel, in dem beide Mannschaften den Zuschauern beachtliches Können demonstrierten. Am Ende konnten sich die Hausherrinnen (oder -damen?) über einen schwer erkämpften 2:1 Sieg (26:28; 26:24; 15:9) und den Bezirksmeistertitel freuen.

Herzlichen Glückwunsch den Siegern und Medaillengewinnern. Ein Dankeschön auch allen Beteiligten für die Durchführung dieser Veranstaltung, die Betreuung und den Transport der Mannschaft und natürlich den Spielerinnen, die etwa elf Stunden in der Drachenhöhle Lichtenstein ausharren mussten.

Kritik möchte ich an dieser Stelle aus Großelternsicht an dem für einen normalen Besucher nicht zu durchschauenden Spielplan üben, der angeblich den Zeitrahmen gegenüber den bisher bekannten Vorrundengruppen mit Überkreuz- und Halbfinale verkürzen sollte. Seit 4 Jahren bin ich bei vergleichbaren Jugendturnieren dabei, aber erst um 19:30 habe ich die Halle bisher noch nie verlassen müssen.

Der CPSV spielte mit: Charlotte Blaudeck, Luca Böttger, Johanna Gaitzsch, Antonia Hartmann, Kiara Kruschke, Celina Vetter, Alina Ulbrich, Luisa Ulbrich, Michelle Hofmann, Thyra Popov, Laura Weißbach.

Bericht & Titelfoto: Gotthard Paulig

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