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U20: Zu sechst achtbar ins Halbfinale

U20: Zu sechst achtbar ins Halbfinale

Nach dem vierten Rang der U18 eine Woche zuvor sollte auch die Bezirksmeisterschafts-Endrunde der U20 am Ewigkeitssonntag (20.11.) in Freiberg für unsere CPSV-Junior-Volleys nicht mit einer Medaille enden.

Zum Turnier erreichten uns zwei Berichte, die wir hier dem interessierten Leser in miteinander verflochtener Form bereitstellen wollen.

Nach kurzfristigen krankheitsbedingten Absagen konnte unser Coach Roland Strubbe nur mit sechs spielberechtigten Mädchen die Reise in die Bergstadt antreten. Das Team umfasste Michelle, Thyra, Laura, Charlotte und Celina, die bereits eine Woche zuvor in der U18-Endrunde aktiv waren, sowie – einzig regulär in der U20 – Karo, die im Ligenbetrieb seit dem Sommer mit CPSV-Kangaroo Mandy Sohr in der Sachsenliga-Mannschaft der SG Adelsberg steht. Aufgrund der Ausfälle fanden sich etliche Spielerinnen auf neuen, ungewohnten Positionen wieder. Dieser Umstand wurde aber durch Einsatz und Talent wettgemacht.

In der Auslosung, wie schon in der U18 nach dem Final-Schema, bekamen wir im 1. Spiel den SSV Chemnitz zugelost. In diesem Spiel wollten sich die fünf jüngeren Spielerinnen der Mannschaft für die Niederlage am letzten Wochenende revanchieren.

SSV Chemnitz – CPSV 2:0 (26:24; 25:20)

In einem hart umkämpften hochdramatischen 1. Satz konnten wir bei der 2. Auszeit des SSV noch von einem 18:13-Vorsprung zehren. Es gelang uns aber nicht diesen Vorsprung ins Ziel zu bringen und so brachte nach dem 24:24-Ausgleich unser Kontrahent den ersten Satz nach Hause. Im 2. Durchgang brachte unser Sechser erneut mit guten Ballstafetten den Gegner in Bedrängnis und wir konnten uns über eine zwischenzeitliche 17:11-Führung freuen. Doch auch dieser 6-Punkte-Vorsprung gelang nicht ins Ziel, und die CPSV-Junior-Volleys zogen mit fünf Punkten den Kürzeren. So blieb die Feststellung, im ersten Spiel nach hartem Kampf und mit knapper Niederlage einem eingespielten Team Paroli geboten zu haben.

CPSV – L.O. Volleys Limbach-Oberfrohna 2:0 (25:11; 25:10)

Um das Halbfinale zu erreichen, musste jetzt das nächste Vorrundenspiel gewonnen werden. Die Gegnerinnen kamen diesmal aus Limbach-Oberfrohna, die wir bereits in der Vorrunde kennengelernt hatten. Gewarnt durch den Satzverlust im Qualifikationsturnier vor drei Wochen, wurde der Gegner diesmal nicht unterschätzt. Ohne eine einzige Phase mit Konzentrationsverlust hatten unsere jungen Damen keine Schwierigkeiten, sie konnten beide Sätze klar gewinnen.

SSV Lichtenstein I – CPSV 2:0 (25:10; 25:13)

Das Halbfinale war damit erreicht, dort wartete mit der 1. Mannschaft vom SSV Lichtenstein jedoch ein übermächtiger Gegner. Gegen den Top-Favoriten aus Lichtenstein konnte es für unsere Junior-Volleys nur das Ziel sein, sich achtbar aus dem Spiel und mit Zuversicht für das Spiel um Platz 3 zu verabschieden. Die Spielerinnen unser CPSV-U20 hatten sich miteinander und auf ihren Positionen eingespielt, so dass einige gelungene Aktionen gezeigt werden konnten: der ein oder andere starke Aufschlag wurde direkt verwandelt, und auch in der Annahme war eine deutliche Steigerung zu erkennen. Gegen die Angriffswellen der jungen Damen aus dem Zwickauer Land war allerdings in Summe kein Kraut gewachsen.

Der erste Satz geriet zu einer ziemlich eindeutigen Angelegenheit, was auch die Inanspruchnahme der Auszeiten bei den Ständen von 5:14 bzw. 10:24 belegt. Den 2. Satz konnten die CPSV-Mädels etwas freundlicher gestalten. Diesmal gab es beim 7:12 und beim 13:22 eine Spielunterbrechung. Eine reelle Chance auf den Satzgewinn hatten wir gegen diesen überlegenen Gegner aber nicht. Der 2:0-Sieg und damit der Finaleinzug für Lichtenstein waren zu keiner Zeit gefährdet, für den CPSV ging es damit ins kleine Finale.

CPSV – SSV Chemnitz 1:2 (25:19; 12:25; 10:15)

Wie vor einer Woche bei der U18 trafen wir im Spiel um Platz 3 auf den Stadtrivalen SSV Chemnitz. Diesmal hatten wir ja schon in der Vorrunde gegeneinander gespielt und wollten die Revanche für die knappe Niederlage und den damit verbundenen Gewinn der Bronzemedaille. Im ersten Satz merkte man unserem Gegner noch die Nachwirkungen des vorausgegangenen Halbfinales gegen Plauen-Oberlosa an. Hier waren sie den Vogtländerinnen erst in der Schlussphase des Tie-Break unterlegen und hatten damit eine viel kürzere Erholungsphase vor dem Spielbeginn als unsere Mannschaft. Diese begann im ersten Satz mit konzentriertem Aufschlagspiel und konnte so die Grundlage für eine dauerhafte Führung legen. In der Schlussphase konnten wir den Vorsprung dann noch ausbauen und den Satz mit 25:19 relativ sicher gewinnen.

Hier lassen wir die Rückschau des Trainers wörtlich zur Geltung kommen: „Im ersten Satz konnten die Mädchen zeigen, wie deutlich sie sich im Verlauf des Turniers als Mannschaft und auch in der individuellen Klasse gesteigert hatten. Michi führte die Mannschaft als Kapitän und ging mit guten Aktionen voran während Thyra mit gutem Zuspiel ihre Angreifer in aussichtsreiche Position brachte. Dies gab den beiden Küken [ornithologisch für Jungtiere der Aves, d. Red.] im Team, Charlotte und Celina, Sicherheit, die sich mit mutigen und starken Aktionen bedankten. Ergänzt wurde die gute Teamleistung durch die gewohnt gute Leistung von Karo und die trotz krankheitsbedingtem Trainingsrückstand tapfer spielende Laura W. Als Belohnung stand ein deutlicher Gewinn des 1. Satzes.“

Umgekehrte Vorzeichen dann im 2.Satz. Gegen die harten Aufschläge des Gegners fanden wir kein Mittel, diese unter Kontrolle zu bringen und einen eigenen Angriff sauber aufzubauen. Somit stand es nach dem vom SSV deutlich gewonnenen Satz (25:12) 1:1 und die Entscheidung musste im Tie-Break fallen. Im Entscheidungssatz konnte der SSV wieder mit starken Aufschlägen unsere Mannschaft unter Druck setzen. Nach einer Auszeit und dem Seitenwechsel beim 3:8 begann die stärkste Phase unserer Mannschaft. Beim 8:8 war erstmals der Gleichstand hergestellt und der SSV wankte. Er fiel aber nicht, sondern zog auf 10:8 davon. Zwar gelang noch einmal der Ausgleich zum 10:10 aber danach lief nichts mehr und der Satz endete mit 15:10 für den SSV, der die Bronzemedaille erreichte. Auch hier wieder das Trainerwort: „Leider machten sich dann die intensive Belastung und die fehlenden Auswechselmöglichkeiten bemerkbar, die Kräfte beim CPSV schwanden. Folgerichtig gelang es nicht mehr, den Druck aufrechtzuerhalten.“

Wie schon eine Woche zuvor, mussten unsere Junior-Volleys mit dem 4. Platz nach Hause fahren. In Anbetracht der Umstände, dass unserem Coach die Wechseloptionen völlig verwehrt waren, ein achtbarer Erfolg. Mit zwei 15-Jährigen, einer 14-Jährigen und zwei 13-Jährigen war zudem unser Durchschnittsalter für eine U20 bemerkenswert. Das Resümee von Trainer Roland Strubbe: „Trotz verpasster Bronzemedaille hat das Turnier einige wichtige Erkenntnisse für das kommende Training gebracht und macht Hoffnung für die nächsten Jahre, da ein Großteil der Spielerinnen noch mehrere Jahre in der U20 antreten kann.“

Das Finale bestritten, wie schon eine Woche zuvor bei der U18, die Mannschaften aus Lichtenstein und Plauen-Oberlosa. Die erste Lichtensteiner Mannschaft von Michaela Thees zeigte den Zuschauern ihr beachtliches Können und konnte sich nach dem überlegenen 2:0 Sieg über den Bezirksmeistertitel freuen.

Der CPSV spielte mit: Thyra Popov, Charlotte Blaudeck, Michelle Hofmann, Laura Weißbach, Celina Vetter, Karolin Franke.

Bericht: Gotthard Paulig & Roland Strubbe
Titelfoto: Gotthard Paulig

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