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U16: Im Tie-Break an Medaille vorbei

U16: Im Tie-Break an Medaille vorbei

Am dritten Adventswochenende (11.12.2016) begaben sich acht CPSV-Junior-Volleys auf den Weg nach Freiberg, um den Kampf um die vom SSV Brand-Erbisdorf in der benachbarten Montanmetropole Freiberg ausgetragenen Bezirksmeisterschaften aufzunehmen.

Textliche Ausschweifungen über die Straßenverhältnisse und andere illustre Nebensächlichkeiten lassen wir in diesem Turnierbericht mal beiseite und lesen ganz gespannt, was uns der Statistiker vom Dienst in einer mehrblättrigen Tabellenkalkulationsdatei übermittelt hat. Die Webredaktion verspricht spannende Lektüre. Gerade an Metaphern fehlt es nicht, Leserinnen und deren Eltern werden gebeten, Aussagen zu Seenot, Fegefeuer und ähnlichem explizit nicht wörtlich zu nehmen.

SSV 91 Brand-Erbisdorf – CPSV 2:0 (13:25, 20:25)

Die Neuauflage der Begegnung aus der Qualifikationsrunde entschied der favorisierte Gastgeber eindeutig zu seinen Gunsten. Besonders in der Endphase des 1. Satzes war jede Gegenwehr der Chemnitzerinnen gebrochen. Ein etwas anderer Verlauf kennzeichnete den 2. Satz. Die Auszeit des CPSV beim 7:17 brachte doch etwas mehr Konzentration in die Aktionen der Chemnitzerinnen; bei der 2. Auszeit der Gastgeberinnen beim Stand von 22:19 war die Chance den Satz noch zu drehen effektiv vorhanden. Am Ende hatte aber wie in der Vorrunde Brand-Erbisdorf die Nase vorn.

CPSV – VSV Göltzschtal 2:0 (25:16, 25:16)

Im Spiel um den Einzug ins Halbfinale konnte der CPSV den Kontrahenten aus dem Vogtland in die Schranken weisen. Im ersten Satz hielten die Vogtländerinnen bis zum 14:14 mit, da auch der CPSV einige Fehler im Aufschlag zeigte. Danach jedoch bekamen sie die Aufschläge insbesondere von Luise und Feli nicht unter Kontrolle. Im Angriff zeigte sich Charlotte stark am Netz und konnte mehrmals hart verwandeln. Im Satz 2 begann Celina, ganz im Gegensatz zum 1. Satz, mit einer guten Aufschlagserie (6x) und Trainerin Susanne konnte bei einer beruhigenden 9:4 Führung Lena eine Einsatzchance geben. Im weiteren Satzverlauf brachte unsere Mannschaft ihre Aufschläge sicher ins gegnerische Feld und besonders Celina zeigte ihre Angriffsstärke am Netz. Damit war vor der Mittagspause der Halbfinaleinzug perfekt.

CPSV – FSV Reichenbach 0:2 (15:25, 17:25)

Im Halbfinale gegen den aus dem unteren Vogtland kommenden Top-Favoriten hingen die Trauben bedeutend höher. Am Anfang kamen unsere jungen Volleys noch infolge gegnerischer Aufschlagfehler zu Punkten. Dann jedoch bekamen sie die risikoreichen Serves des FSV nicht unter Kontrolle und jeder geordnete Spielaufbau war flöten. Somit konnten Celina, Charlotte und Feli im ersten Satz nur 5 Angriffspunkte erzielen. Satz 2 verlief etwas ausgeglichener, aber nur insofern, als diesmal beide Teams unkonzentriert im Aufschlag starteten. Nach anfänglicher Führung nahm Trainerin Susanne beim 7:8 eine Auszeit. Doch jetzt brachten die Reichenbacher mit ihrer Aufschlaghärte unsere Mannschaft in schwere Seenot. Der Wechsel von Antonia für Luise konnte unseren 3-Punkte-Rückstand auch nicht verringern. Beim 14:21 wurde Lena für Charlotte in das auflodernde Fegefeuer geworfen. Doch jetzt wurde der Klassenunterschied der beiden Kontrahenten schon deutlich sichtbar und Susanne wollte sicherlich den Kraftverschleiß von Charlotte im Angesicht des bevorstehenden Spiels um Platz 3 in Grenzen halten.

CPSV – Plauen-Oberlosa 1:2 (25:9, 20:25, 11:15)

Das Spiel um Platz 3 bescherte uns den dritten vogtländischen Teilnehmer, diesmal aus der Kreis- und Spitzenstadt Plauen. Der SV 04 Oberlosa – bereits in den höheren Altersklassen unschlagbarer Gegner – war auch diesmal ein harter Brocken im Kampf um die ersehnte Medaille. Diesmal begannen unsere Junior-Volleys sehr konzentriert. Für Kiara stand Lena im Start-Sechser. Die erste Aufschlagrunde unserer Mannschaft war hervorragend. Luise konnte das Team siebenmal am Stück jubeln lassen und alle brachten ihren ersten Aufschlag im gegnerischen Feld unter. Bei einer 16:4-Führung kam dann Kiara für Charlotte und die Überlegenheit blieb bis zum Satzgewinn bestehen. Im 2. Satz blieb Charlotte auf der Bank. In der Startphase bis zum 7:4 schien noch alles im Lot, doch dann musste Feli mit Beschwerden durch Antonia ersetzt werden. Von diesem Zeitpunkt an spielten die Plauener wie im Rausch und konnten beim 12:12 ausgleichen. Jetzt kam Charlotte für Lena auf das Feld. Doch die Vogtländerinnen sprühten nur so Spielfreude und Einsatzstärke und waren nun nicht mehr zu stoppen. Weder eine Auszeit beim 14:17 noch der Rückwechsel von Feli für Antonia konnten uns in die Nähe des Satzgewinns bringen. Wieder einmal musste der Tie-Break über die Medaillenvergabe entscheiden. In diesem musste Feli endgültig verletzt passen und so kam Antonia in den Start-Sechser. Der Seitenwechsel beim 8:5 sah unsere Mannschaft noch auf der Siegerstraße. Offensichtlich gelang dem Plauener Trainer in der Auszeit beim 5:9 der entscheidende Schachzug. Den nachfolgenden eigenen Aufschlag knallt Charlotte ins statt über das Netz und plötzlich gelingt unseren Junior-Volleys keine aufbaufähige Annahme der gegnerischen Aufschläge. In der Endphase keine erfolgreiche Aktion unseres Teams mehr zu erkennen. Verdient holen die sich nach dem Debakel im ersten Satz enorm verbesserten Vogtländerinnen den 3. Satz und damit die Bronzemedaille.

Für unseren Verein blieb bei der dritten Bezirksendrunde nach U18 und U20 wieder nur der medaillenlose 4. Platz. Daher schließt dieser Bericht metaphotisch-semiotisch mit einem Emoticon ;-(

Der CPSV spielte mit: Charlotte Blaudeck, Luise Blaudeck, Lena Daghofer, Antonia Hartmann, Kiara Kruschke, Charlotte Pigger, Celina Vetter, Felicitas Wolf.

Text und Foto: Gotthard Paulig

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