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DSG-Volleys: Altdorf zeigt Selbstbewusstsein

DSG-Volleys: Altdorf zeigt Selbstbewusstsein

Schön sieht anders aus: mit 1:3 (25:18, 18:25, 25:27, 20:25) verlieren unsere Dentalservice-Gust-Volleys gegen den TV 1881 Altdorf. Nach einer packenden, aber keineswegs hochklassigen Begegnung ohne Punkte sind wir auf Rang acht von elf und damit kurz vor dem Abstiegskampf der Liga angekommen.

Dabei begann alles so gut: nach einem zähen Schlagabtausch drehten die Volleys vor allen durch kleinere Aufschlagserien (Anne, Lisa, Anna, Chrissi) einen 4:6-Rückstand in eine 13:7-Führung. Der klare Chemnitzer Satzgewinn ein Aufbruchssignal – für die Altdorferinnen. Zunächst sah es auch im zweiten Satz nach einem gleichförmigen Schlagabtausch aus, doch dann geriet der erste Mittelangriff des Spiels von Altdorfs Annemarie Böhm zur fränkischen Initialzündung. Nach dem 18:18 brachten Chrissi, Anna, Yvonne & Co. keinen Ball mehr gültig auf die fränkische Feldhälfte, und Altdorf hatte mir-nichts-dir-nichts ausgeglichen.

In Satz drei dann schien sich wieder zunächst alles zum Guten zu wenden. Fünf Punkte Vorsprung (6:1, 13:8, 15:10) sind in dieser Phase eigentlich ein gutes Polster, doch in den Außenangriffen gelang auf fränkischer Seite vor allem über Katharina Schön mehr Zwingendes. So ging der aus der Not geborene Plan, ein 23:20 über die Zeit zu retten, nicht auf. Auf Altdorfer Seite reiften in dieser Phase Selbstvertrauen und Teamgeist mustergültig wie tadellos und machten Chemnitz vor, wie aus Selbstvertrauen und unbändigem Siegeswillen ein zählbarer 27:25-Erfolg wird.

Höhlenhaft dann der vierte Satz, spannend zwar, aber fahrig. Hin und wieder ließen Chrissi oder Anna ihre Klasse aufblitzen, aus Vorderfeld wie Hinterfeld. Fünf oder sechsmal querte der Ball das Netz, immer wieder entschärft von der niemals aufsteckenden Feldabwehr auf beiden Seiten, dann aber jäh beendet durch eine Netzberührung, eine Doppelberührung, einen weiten Ausball, … irgendwie unwirklich. Natürlich lagen jetzt auch Emotionen in der Luft, es gab die eine oder andere strittige Entscheidung des besonnen und ausgeglichen leitenden Schiri-Teams, je eine gelbe Karte für die beiden Trainer nach Reklamationen zeugen von der Brisanz der Crunch Time. Nach dem 16:16 war es dann aber zum dritten Mal am Abend das Team aus Altdorf, das den größeren Siegeswillen entwickelte. Bezeichnend, dass ausgerechnet ein Netzaufschlag unserer Michelle die Begegnung entschied.

Auch wenn es Unkenrufe sind: acht Punkte trennen uns noch vom Abgrund, der über dem Tabellenvorletzten Dingolfing beginnt. Dabei haben wir aber bereits eine Begegnung mehr absolviert. Nach oben geblickt: sieben Punkte können für Platz drei reichen. Vier Wochen Zeit bleiben jetzt für die Analyse des Zustands und die Synthese von Lösungen, dann geht es am Palmsonntag (25.03.) nach Fürth.

Ein Wort zu uns Zuschauern: auch wenn es wieder laut und emotional war, irgendwie fehlte in den entscheidenden Phasen das Quäntchen anfeuernder Zuspruch von den Rängen. Vielleicht kriegen wir das in den verbleibenden drei Heimspielen besser hin, egal, wie es grad auf dem Feld läuft. Damit es besser läuft.

Randnotiz: Curry verfolgte das Geschehen auf dem Feld von der Trainerbank aus. Man merkte, wie es ihr in den Fingern kribbelte, aber ihr Eingreifen war nicht angezeigt. Grund: für Sohn Wilhelm kündigt sich für den Sommer ein Geschwisterkind an, ein kleiner Lichtblick also an einem ansonsten für Chemnitz trüben Volleyball-Wintertag. Wir wünschen Familie Ssuschke-Voigt alles, alles Gute.

Dentalservice-Gust-Volleys: Lisa Wendler (Z), Yvonne Barth (AA), Michelle Hofmann (MB), Christiane Maul (DA), Anne Herklotz (MB), Anna-Maria Nitsche (AA), Daniela Espig (L), Sarah Mater (DA/AA), Ulrike Voß, Josephine Brandt; Julia Rudolf.
Trainer: Frieder Heinig, Steffen Ihlenfeldt, Corina Ssuschke-Voigt.
Physio: Jonas Langrzik.

Fotos: Melanie Reichel

 

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